April 14, 2024

Über mich …

Seit 2016 als Ratsfrau erfolgreich in der Gemeinde Ganderkesee. Als selbst Betroffene weiß ich genau, was es bedeutet Exklusion erleben zu müssen.

Inklusion sollte auch in Ganderkesee

für alle möglich sein

egal, ob mit oder ohne Einschränkungen und egal wo man wohnen möchte. Nicht nur die Reichen sollen sich eine Wohnung im Ortskern leisten können und die sozial schwächer gestellten Bürger*innen sich nur im Aussenbereich eine Wohnung leisten können. Egal wie viel Geld man hat, sollte es für Alle möglich sein einen VHS Kurs besuchen zu können, an einer Veranstaltung teilnehmen zu können und das Premium Sauna Huus sollte sich auch Jeder von uns leisten können. Es muss möglich sein den finanziellen Ausgleich von der Gemeinde sicherzustellen so, dass allen Bürger*innen ermöglicht wird inklusiv in Ganderkesee leben zu können. Auch Migration für Alle muss dringend möglich sein und Obdachlose dürfen nicht mehr erfrieren, dafür sollten Wohnungen gestellt werden.

Dafür und für vieles mehr kämpfe ich,

Eure Ratsfrau Susanne Steffgen

Ich bin Susanne Steffgen und bin am 28.01.1964 in Schifferstadt, Rheinland Pfalz, geboren.

In Speyer habe ich die Grundschule und Hauptschule besucht. 1981 habe ich dann die Hauptschule mit Abschluss verlassen. Danach habe ich dann im Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn in Schwetzingen meine Ausbildung als Maschinenschlosserin begonnen und im Januar 1985 habe ich den Gesellenbrief als Maschinenschlosserin bestanden.

Nach der bestandenen Ausbildung 01.1985 habe ich dann in verschiedenen Firmen als Maschinenschlosserin gearbeitet und als letztes arbeitete ich über ein Jahr selbstständig bei der Firma Kissler. Hier habe ich mit einem Team zusammen Transportanlagen für den Automobilbauer komplett erstellt, bis zur Funktionsfähigkeit zusammen gebaut und die Funktionen geprüft. Danach durfte ich die selbst erstellten Anlagen vor Ort aufstellen und zum einsatzfertigen Zustand installieren.

Nachdem ich Monate lang immer wieder starke Kopfschmerzen bekamund mich nicht konzentrieren konnte, suchte ich nach der Ursache. Nach vielen Untersuchungen kam man zu dem Ergebnis, dass ich eine Lärmüberempfindlichkeit habe und somit ab dem Tag der Diagnose berufsunfähig war.

Ich stand mal wieder an einem Null Punkt. Wie soll es weiter gehen, dachte ich zu erst. Jedoch bin ich eine Kämpferin und nach langem Überlegen und vielen Gesprächen mit dem Arbeitsamt, habe ich mich entschlossen eine Weiterbildung zur staatlich geprüfte Maschinenbautechniker in Ludwigshafen anzugehen. Von 1987 bis 1989 habe ich die Berufsschule in Ludwigshafen besucht und mit einem Abschluss verlassen. Dabei habe ich auch meinen mittlere Reife Abschluss nachgeholt und somit habe ich seit 1989 den „Titel“ staatlich geprüfte Maschinenbautechnikerin. Sehr schnell bekam ich eine Anstellung in einem Ingenieur Büro, wo ich dann in der BASF in Ludwigshafen tätig war.

1990 habe ich dann eine sehr gute Anstellung für eine technische Betriebsleitung bekommen und hatte für ca. 20 Mitarbeiter*innen die Verantwortung. Es war eine sehr hohe Verantwortung für mich und ich habe dabei sehr viel lernen können.

Leider ist dann im Maschinenbau damals alles zusammengebrochen, ich wurde arbeitslos und fand keine Arbeit mehr. Da ich nicht lange daheim sein konnte und lieber aktiv im Arbeitsleben sein musste, zog ich eine erneute Umschulung in Betracht. Mein Vater arbeitete, bevor er 1982 verstorben ist, als Versicherungsagent bei der Firma Victoria und ich sah, wie viel Spaß er damit hatte. Ich habe dann einen Termin in Ludwigshafen bei der Victoria gemacht und man hat mir ein faires und gutes Angebot gemacht. Somit habe ich dann 1991 meine bereits dritte Ausbildung und dann zur Versicherungsfachfrau begonnen. Auch dies habe ich mit einem guten Ergebnis bestanden und meine Kunden schätzten mich sehr. Es war mir immer wichtig ehrlich, fair und bedarfsgerecht zu beraten, jedoch bekam ich dann im November 1993 eine Grippe und habe trotzdem immer weiter gearbeitet. Bis meine Kunden zu mir sagten „Frau Steffgen, Sie können ja gar nicht mehr sprechen, gehen Sie mal zum Arzt und ruhen Sie sich aus“. Am 06.12.1993 ging ich dann zum Arzt. Leider schlug die Therapie nicht an, am 26.12.1993 habe ich dann neurologische Ausfälle bekommen und kam schließlich mit dem RTW nach Mannheim ins Krankenhaus. Es wurde dann nach vielen Untersuchungen die Diagnose CIDP Sonderform Lewis Summer Syndrom und Miller Fisher Syndrom gemacht. Zu erst konnte ich nicht mehr laufen, habe sehr viel gekämpft und mit meiner Physiotherapeutin geübt, bis ich mit Unterarmgehstützen langsam wieder gehen konnte. Ich kämpfte immer mehr und nach vielen Monaten konnte ich langsam mit einem Rollator wieder gehen. Trotz der Erkrankung suchte ich nach Möglichkeiten wieder arbeiten zu können und mir kam die Idee eine Autoglaserei auf zu machen. Am Anfang habe ich nur die Steinschlagreparatur gemacht, jedoch merkte ich schnell, dass meine Kunden sehr häufig auch eine Neuverglasung haben wollten. Auch das lernte ich dann und eröffnete eine Werkstatt in Römerberg. Es dauert nicht lange da war die Werkstatt viel zu klein und ich musste eine Größere suchen. In Speyer Süd habe ich dann eine Werkstatt angemietet und dachte zuerst sie wäre viel zu groß. Man konnte dort 3 Fahrzeuge gleichzeitig unterstellen. Tatsächlich dauerte es nicht lange und auch diese Werkstatt wurde viel zu klein. Ich habe dann in Speyer Ost ein Grundstück gekauft und eine eigene Werkstatt nach meinem Bedarf gebaut. Dort konnte ich 5 bis 6 PKW gleichzeitig bearbeiten, einen 40 Tonnen LKW mit Hänger und einen Reisebus unterstellen. Ich hatte 3 Filialen und über 10 Mitarbeiter beschäftigt.

Ich habe insgesamt 4 Kinder. Im Februar 2000 bekam ich einen Sohn, welcher leider nach 8 Wochen und einem Tag verstarb, da die Lunge nicht richtig ausgereift war. Im November ist meine Tochter geboren und auch sie hatte Probleme mit ihrer Atmung und konnte sich als Kind nicht richtig austoben. Nach Jahre langem Kampf bekam ich dann eine Reha für die Tochter im Norden. Ich habe dabei festgestellt, dass dies ihr sehr gut tat und sie deutlich besser Luft bekam. Dann habe ich in Speyer alles aufgegeben und bin mit meiner Familie nach Großheide gezogen.

Demnächst geht es weiter……